Die Sprach(en)politik in der Ukraine_ein Ein- und Ausblick

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Einleitung


Sprachenpolitische Modelle und der Ukraine-Fall


Das Verhältnis von Staatlichkeit und Sprachenfrage


Sprachenpolitik in der unabhängigen Ukraine

Schlussfolgerungen

Nach dem Erlangen der Unabhängigkeit führten die ständigen Machtwechsel zu starken Veränderungen in der Sprachenpolitik. Anfangs hatten zudem viele der Gesetze einen rein deklarativen Charakter und somit wenige reale Auswirkungen. Dies, kombiniert mit allgemeiner Ignoranz gegenüber diesem Thema, führte zu einer Dominanz der russischen Sprache (offiziell eine Minderheitensprache) in einigen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Die Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen, welche zum Erhalt der Sprachenvielfalt beitragen sollte, war aufgrund der historischen Gegebenheiten eher kontraproduktiv. Sie wurde größtenteils genutzt, um die Amtssprache zu schwächen und das Russische zu fördern. Der darauffolgende Versuch, diese Problemstellung zu beheben, wurde als Legitimation der Krim-Annexion und des Donbas-Überfalls genutzt. Petro Porošenko begann eine graduelle Veränderung der Sprachenpolitik zur Stärkung der Amtssprache. Volodymyr Zelens’kyj ist nicht nur durch die Herausforderung des russischen Angriffskrieges belastet, sondern muss gleichzeitig die nationalen Interessen der Ukraine in der Sprachenpolitik vertreten und sie mit den Vorgaben der EU in Einklang bringen. Dieser Prozess ist nun voll im Gange, wie die beiden Gesetze „Über nationale Minderheiten“ und „Über die Verwendung der englischen Sprache in der Ukraine“ zeigen.

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